Ungeziefer bekämpfen

Ungeziefer bekämpfen

Blattläuse bekämpfen

Blattläuse entfernenBlattläuse sind unangenehme Zeitgenossen, die den Pflanzen erheblich schaden können. Sie halten sich auf deren Blättern auf und sorgen dafür, dass die Pflanzen nach einiger Zeit sogar eingehen können.

Wir möchten Ihnen deshalb die besten Hausmittel im Kampf gegen Blattläuse empfehlen, damit Sie nicht zur chemischen Keule greifen müssen.

Wasser und Milch als Hausmittel gegen Blattläuse

Wasser und Milch sind beinahe in jedem Haushalt vorhanden (oder können zumindest beim Nachbarn organisiert werden), sodass Sie sich als perfektes Hausmittel gegen Blattläuse eignen.

Füllen Sie Milch und Wasser zu selben Anteilen in eine Sprühflasche. Nun sprühen Sie die betroffenen Pflanzen einige Tage hintereinander mit der Mischung ein, bis Sie feststellen, dass die Blattläuse das Weite gesucht haben.

Sind große Bäume von Blattläusen befallen, können Sie auch einfach den Gartenschlauch zur Hand nehmen und den Baum abspritzen. Auch dies sollten Sie einige Tage lang machen, damit die Blattläuse verschwinden.

Seife und Alkohol gegen Blattläuse

Stellen Sie fest, dass die Blätter besonders stark von Blattläusen befallen sind, empfehlen wir eine Mischung aus Wasser mit einem Esslöffel Flüssigseife und einem Glas Schnaps.

Mit dieser Mischung können Sie die Blätter abwischen. Verwenden Sie hierfür einfach einen weichen Lappen.

Auch hier kann es helfen, das Gemisch noch einige Tage mit einer Sprühflasche zusätzlich aufzusprühen. Hierdurch stellen Sie sicher, dass Sie wirklich alle Schädlinge erwischt haben.

Schwarzer Tee als Mittel gegen Blattläuse

Blattläuse lassen sich auch hervorragend mit schwarzem Tee bekämpfen. Geben Sie einfach zwei Teelöffel Tee in eine Kanne und gießen Sie diese mit einem Liter Wasser auf.

Erst wenn der Tee vollständig abgekühlt ist, gießen Sie ihn in eine Sprühflasche um und behandeln die Pflanzen in der üblichen Weise mehrere Tage lang.

Blattläusen vorbeugen

Damit es erst gar nicht zum Befall mit Blattläusen kommt, können Sie diesen vorbeugen. Es gibt bestimmte Gerüche, die die kleinen Ungeziefer nicht abkönnen. Hierzu gehört beispielsweise der Geruch von Lavendel. Gerade bei der Gestaltung des Gartens macht es daher Sinn, wenn Sie einige Lavendelpflanzen zwischen die übrige Bepflanzung setzen.

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Nacktschnecken entfernen

Nacktschnecken entfernenWenn Sie Gemüsebeete im Garten haben, werden Sie wissen, welch unangenehme Zeitgenossen Nacktschnecken sein können. Scheinbar über Nacht fressen sie alles an, was ihnen in die Quere kommt. Vor allem auf Salat haben sie es abgesehen.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel erklären, wie Sie die unliebsamen Gartenbewohner wirkungsvoll entfernen.

Futterquellen beseitigen, um Nacktschnecken zu entfernen

Schnecken lieben Salat, sind aber durchaus wählerisch. Einen guten Anfang schaffen Sie daher, indem Sie von nun an nur noch Salatsorten anpflanzen, die die Nacktschnecken überhaupt nicht mögen. Vor allem die roten Sorten, deren Blätter kraus sind, mögen die Schnecken überhaupt nicht. Ebenso gibt es grüne Salatsorten mit krausem Blattwerk.

Nicht dass den Schnecken diese Sorten nicht schmecken würden. Sie gelangen nur einfach schwer an die Blätter heran.

Tipp Nacktschnecken entfernen:

Auch das morgendliche Wässern der Beete kann die Schnecken fernhalten. Damit das Gemüse nicht verbrennt, sollten Sie jedoch bereits bei Sonnenaufgang gießen. Die Sonne wird die Flüssigkeit sofort verdunsten lassen, sodass es um die Beete herum trocken bleibt. Schnecken brauchen jedoch Feuchtigkeit, um sich fortzubewegen.

Gießen Sie am Abend, ist dies der ideale „Fortbewegungsboden“ für die Nacktschnecken, denn das Wasser zieht in den Abend- und Nachtstunden nur langsam in den Boden ein.

Gerüche wirksam gegen Nacktschnecken einsetzen

Es gibt Gerüche, die die Nacktschnecken überhaupt nicht mögen und um die sie deshalb einen großen Bogen machen. Hierzu gehören beispielsweise die Düfte nach Zwiebeln oder Knoblauch. Auch mediterrane Kräuter und Lavendel gehören zu den für Schnecken abstoßenden Duftsorten.

Wenn Sie ohnehin derartiges Gemüse und Kräuter anpflanzen möchten, planen Sie diese doch in der Nähe der Salatbeete ein.

Fressfeinde gezielt gegen die Nacktschnecken einsetzen

Igel und Vögel lieben Nacktschnecken und werden sie deshalb gern verspeisen. Sie können sich dies zunutze machen, indem Sie Igel und Vögel gezielt in Ihrem Garten ansiedeln. Ein Laubhaufen hier, etwas Vogelfutter und ein paar Heckensträucher zum Einrichten von Nistplätzen da und schon fühlen sich Igel und Vögel herzlich willkommen. Sie werden es Ihnen danken, indem Sie Ihre Gemüsebeete frei von Nacktschnecken halten.

Achtung

Wenn Sie Igeln und Vögeln ein Zuhaue geben, bedenken Sie dies bei der Gartenarbeit. Schneiden Sie die Hecken niemals zur Brutzeit der Vögel und graben Sie den Kompost- oder Laubhaufen immer vorsichtig um.

Natürliche Barriere gegen Nacktschnecken errichten

Sie können mit wenig Aufwand einen großen Effekt erzielen, indem Sie etwas Sägemehl um Ihre Beete herumstreuen. Allerdings müssen Sie dieses regelmäßig erneuern, da es beispielsweise vom Regen weggewaschen wird.

Wie erwähnt, mögen Nacktschnecken feuchte und vor allem glatte Untergründe. Das Sägemehl hingegen ist rau, sodass die Schnecken in der Regel nicht darüber hinwegklettern.

Insektenschonendes Beseitigen

Wenn Sie die Nacktschnecken nicht töten möchten, können Sie sie einfach umsiedeln. Sammeln Sie sie von den Beeten ab, geben Sie sie in ein Glas und setzen Sie sie an einem entfernten Ort wieder aus.

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Ameisen bekämpfen

Ameisen bekaempfenAuch wenn Ameisen durchaus nützlich sein können und einige Arten sogar geschützt sind, können sie, wenn sie sich in Ihrer Wohnung aufhalten, zu wahren Plagegeistern werden.

Wir erklären Ihnen, wie Sie die Ameisen wirkungsvoll bekämpfen, ohne ihnen zu schaden. Ein paar einfache Hausmittel reichen hierzu vollkommen aus. Sie müssen keinesfalls zur chemischen Keule aus dem Handel greifen.

Den Ameisen die Nahrung entziehen

Ameisen werden wie magisch von süßen Düften angezogen. Deshalb ist es wichtig, dass in Ihrer Wohnung keinerlei Süßigkeiten oder Obst offen herumstehen.

Außerdem ernähren sie sich von Blattläusen, da auch diese einen süßlichen Duft abstrahlen. Wenn Sie in Ihrer Wohnung oder auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten Pflanzen finden, die von Blattläusen befallen sind, sollten Sie das Ungeziefer als erstes beseitigen. Mit der Ausrottung der Blattläuse werden auch die Ameisen von selbst wieder verschwinden.

Barrieren errichten gegen Ameisen

So absurd es klingen mag: Klebeband oder Kreide helfen hervorragend gegen Ameisen. Sie dienen als eine Art Barriere.

Ameisen bauen eine sogenannte Ameisenstraße. Wird diese unterbrochen, können sie den Duft, den die anderen Ameisen hinterlassen haben, nicht mehr riechen. Das irritiert die Tierchen, sodass sie sich verziehen.

Unterbrechen können Sie diese Ameisenstraße, indem Sie ein Stück Klebeband auf einen kleinen Teil der Straße kleben. Sie können auch einfach mit Kreide einen Strich durch die Straße ziehen.

Früher hat man zur Beseitigung der Ameisen oft auch Backpulver verwendet. Dieses wurde ebenfalls ausgestreut. Allerdings sterben die Ameisen qualvoll am Backpulver, sodass Sie dieses keinesfalls verwenden sollten.

Ameisen mit unangenehmen Gerüchen vertreiben

Ameisen sind sehr duftempfindlich. Gerüche wie Lavendel, Essig oder Knoblauch mögen sie überhaupt nicht. Wenn Sie etwas Essig oder Knoblauch auf die Ameisenstraße streuen oder ein paar Lavendelblüten verteilen, werden die Ameisen ebenfalls schnell das Weite suchen.

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Maulwurf bekämpfen

Maulwurf selbst bekämpfenWenn Sie einen Garten besitzen, der bereits vom Maulwurf befallen war, werden Sie wissen, wie ärgerlich dies sein kann. Der Maulwurf gräbt alles um, sodass es nahe liegt, ihn zu bekämpfen. Allerdings steht der kleine Wühler unter Artenschutz und darf somit nicht getötet werden. Dies ist oft auch nicht notwendig, denn Sie können ihn stattdessen einfach vertreiben.

Wie Ihnen dies gelingt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Akustische Signale, um den Maulwurf zu vertreiben

Sicherlich haben auch Sie schon einmal einen Garten gesehen, in dem Kunststoffflaschen auf einen Metallspieß gesteckt waren. Haben Sie sich gefragt, was das bringen soll? Ganz einfach: Sie können damit den Maulwurf vertreiben.

Die Tiere haben ein sehr feines Gehör, was damit zusammenhängt, dass sie blind sind. Sie müssen sich also auf die übrigen Sinne verlassen, sodass das Gehör geschärft ist. Kommt es nun zum Wind, schlägt die Flasche gegen den Spieß, was für den Maulwurf deutlich hörbare – teilweise sogar laute – Geräusche erzeugt. Er empfindet dies als unangenehm und verzieht sich.

Als Alternative zu den aufgehängten Flaschen können Sie auch andere Gegenstände aufhängen, die bei Wind Krach erzeugen.

Unangenehme Gerüche, um den Maulwurf zu vertreiben

Auch der Geruchssinn ist beim Maulwurf extrem geschärft, sodass Sie ihn mit unangenehmen Gerüchen vertreiben können.

Viele Lebensmittel, die wir gern essen, empfindet der Maulwurf als Geruchsbelästigung. Sie können diese also wirksam einsetzen. Und auch andere Dinge, die sich ganz einfach finden lassen, dienen als wirksames Mittel.

Folgende Mittel eignen sich:

  • Knoblauch
  • Alkohol (beispielsweise Bierflaschen)
  • Hundefell
  • Essig
  • Jauche, die Sie aus Brennnesseln herstellen (Dafür einfach einige Brennnesseln in einen Eimer geben, Wasser darauf gießen und einige Tage ziehen lassen)

Für eine möglichst effektive Anwendung, stecken Sie diese Produkte direkt in die Eingänge zum Höhlensystem, sodass die Gerüche nach innen dringen.

Maulwurfshügel im Auge behalten

Maulwürfe fühlen sich schnell in ihrer Ruhe gestört, wenn man ihre Hügel beseitigt. Dies muss jedoch schnell geschehen, damit sich die Tiere gar nicht erst im Garten einnisten.

Stellen Sie fest, dass gerade ei neuer Maulwurfhügel entstanden ist, gießen Sie einfach eine kleine Kanne Wasser darüber. Dies schlemmt den Boden auf und lässt ihn erst matschig und dann hart werden. Ein Maulwurf wird so nicht wohnen wollen und sucht sich lieber einen Garten, wo niemand seine Hügel wässert.

Fazit:

Sie müssen den Maulwurf nicht direkt bekämpfen und Sie müssen ihn schon gar nicht töten, um ihn aus dem Garten zu bekommen.

Ebenso ist es nicht notwendig, teure Produkte im Handel zu kaufen, die den Maulwurf fernhalten sollen. Einfache „Hausmittel“ reichen aus, um den Wühler zu vertreiben.

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Fruchtfliegen selbst bekämpfen

Kaum ist es Sommer, zieht unser Obst die kleinen Fruchtfliegen magisch an, sodass diese zu wahren Plagegeistern werden können.

Was Sie gegen die Fruchtfliegen unternehmen können, ohne viel Geld auszugeben, möchten wir Ihnen in diesem Artikel erklären.

Lebensmittel sicher lagern

Damit es erst gar nicht zu einem Befall mit Fruchtfliegen kommt, sollten Sie alle süßlichen Lebensmittel und vor allem Obst sicher lagern. Das Obstfach im Kühlschrank eignet sich hierfür besonders, da das Obst dort entsprechend seiner Bedürfnisse aufbewahrt wird.

Das Stehenlassen von prallgefüllten Obstschalen in der Küche sollten Sie jedoch vermeiden, da dies ein wahres Paradies für die Fruchtfliegen ist.

Starke Verringerung des Fruchtfliegenanteils mit einem Staubsauger

Haben sich die kleinen Fieslinge erst einmal in Ihrer Wohnung eingenistet und vermehrt, werden Sie große Mühe haben, sie wieder loszuwerden. Einfache Fliegenfallen scheitern hier oft.

Sie können zunächst einmal effektiv gegen einen Großteil der Fruchtfliegen vorgehen, indem Sie einfach den Staubsauger zur Hand nehmen und alle Plagegeister, die Sie erwischen können, einsaugen.

Alle übrigen Fliegen (es sollten jedoch deutlich weniger sein), können Sie mit effektiven Hausmitteln behandeln.

Fruchtfliegen mit Lebensmitteln beseitigen

Fruchtfliegen sind wahre Genießer. Nicht umsonst stürzen sie sich auf das Obst. Und auch säurehaltige Lebensmittel sind vor ihnen nicht sicher. Sie können sich diesen Umstand zunutze machen, indem Sie einen kleine Lebensmittelfalle aus den favorisierten Nahrungsmitteln der Obstfliegen basteln.

Nehmen Sie ein Glas zur Hand und befüllen Sie es mit Essig oder mit Rotwein. Auch Zuckerwasser oder Gurkenwasser eignen sich als Grundsubstanz für die natürliche Falle. Danach geben Sie zwei bis drei Tropfen Spülmittel in das Glas. Während Essig oder Wein die Fliegen anziehen, sorgt das Spülmittel dafür, dass sie nicht wieder aus dem Glas klettern können.

Als nächstes verwenden Sie Frischhaltefolie, indem Sie diese über das Glas spannen und mit einem Band oder mit einem Gummi befestigen.

Schneiden Sie danach kleine Löcher in die Folie, die den Fliegen als Eintrittslöcher dienen.

Blumenerde „aufbereiten“ gegen Fruchtfliegen

Fruchtfliegen lassen sich besonders gern in der Blumenerde von Zimmerpflanzen nieder. Dort legen sie auch ihre Eier ab, sodass der Ursprung des Unheils in der Blumenerde zu suchen ist.

Entweder erneuern Sie die komplette Blumenerde in den Töpfen der Zimmerpflanzen oder Sie „säubern“ die vorhandene Erde. Nehmen Sie sie hierfür aus den Töpfen heraus und geben Sie sie in eine hitzebeständige Folientüte. Besonders gut eignet sich ein Bratschlauch.

Danach geben Sie die Blumenerde für ein paar Minuten bei mäßigen Temperaturen in den Backofen, sodass die Larven und die Fliegen abgetötet werden.

Mittel aus dem Handel

Erst wenn diese Tipps nichts bringen, sollten Sie zur chemischen Keule aus dem Handel greifen. Es werden spezielle Insektenvernichter oder Desinfektionsmittel angeboten, mit denen Sie die Fruchtfliegen beseitigen können.

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Zecken selbst entfernen

zecken-entfernenZecken, die sich in die Haut klemmen und das Blut von Mensch und Tier saugen, können nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein. Schließlich ist das Ungeziefer Überträger verschiedener Krankheitserreger, die schwerwiegende Erkrankungen wie beispielsweise eine Gehirnhautentzündung oder Borreliose hervorrufen können.

Deshalb ist es wichtig, die Zecken schnell und effektiv zu entfernen. Ggf. sollten Sie auch einen Arzt aufsuchen. Dies gilt vor allem dann, wenn sich die Einstichstelle entzündet.

Wie Sie die Zecken entfernen können, welche Mittel helfen und was Sie unterlassen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der gesamte Körper der Zecke muss entfernt werden

Das Problem beim Entfernen der Zecke ist oft, dass der Körper herausgerissen wird, der Kopf aber stecken bleibt. Dies müssen Sie unbedingt vermeiden, denn bleibt der Körper in der Wunde, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Wenn Sie eine Zecke selbst entfernen, achten Sie daher immer darauf, dass der gesamte Körper entfernt wird. Falls Ihnen dies nicht gelingt, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Zecken entfernen mit einer Pinzette

Verwenden Sie nicht wahllos irgendeine Pinzette, um die Zecke zu entfernen. Es ist wichtig, dass Sie mit der Pinzette den gesamten Körper der Zecke greifen können, und zwar am besten direkt an der Haut. Je weniger Sie die Zecke beim Herausziehen verletzen, desto weniger Gefahr besteht für Sie selbst. Deshalb ist es auch wichtig, behutsam – und keinesfalls ruckartig! – vorzugehen.

Die Pinzette sollte gut in der Hand liegen. Es ist wichtig, dass sie spitze Greifer hat und zudem im vorderen Bereich gebogen ist, damit Sie den Körper der Zecke nicht versehentlich zerquetschen.

Greifen Sie die Zecke vorsichtig mit der Pinzette und ziehen Sie sie gerade nach oben heraus. Auf keinen Fall sollten Sie die Pinzette schräg ziehen.

Tipp:

Mit einer Impfung gegen FSME – die auch als „Zeckenimpfung“ bezeichnet wird – schützen Sie sich zwar nicht vor Zeckenbissen, jedoch vor der Übertragung der gefährlichen Krankheitserreger. Vor allem wenn Sie in einem Zecken-Risikogebiet leben, sollten Sie sich vorsorglich impfen lassen. Die Impfung können Sie bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.

Zecke entfernen mit dem Zeckenlasso

Ein weiteres Hilfsmittel, welches Sie im Handel für wenige Euro kaufen können, ist das sogenannte Zeckenlasso. Es verfügt im vorderen Bereich über eine kleine Schlaufe – das Lasso –, mit der Sie die Zecke herausziehen.

Um die Zecke effektiv zu entfernen, greifen Sie das Lasso am Stil und führen die Öse über den Körper der Zecke. Drücken Sie das Lasso nach unten.

Im hinteren Bereich des Lassos befindet sich eine Art Knopf. Diesen drücken Sie, damit sich das Lasso zuzieht. Hierdurch wird die Zecke gegriffen, sodass Sie sie problemlos herausziehen können.

Auch bei dieser Technik müssen Sie die Zecke wieder senkrecht nach oben ziehen und behutsam vorgehen.

Zecken entfernen mit der Zeckenkarte

Auf den ersten Blick ähnelt die Zeckenkarte einer Chipkarte. Jedoch befindet sich an einer der Seiten eine v-förmige Aussparung. Mit dieser können Sie den Zeckenkörper heraushebeln.

Wichtig ist, dass Sie die Zeckenkarte möglichst flach auf die Haut legen. Danach schieben Sie sie vorsichtig an die Zecke heran, ehe Sie mit einer leichten Hebelwirkung versuchen, die Zecke zu lösen.

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Tipp:

Für die Verwendung der Zeckenkarte nehmen Sie am besten die Hilfe einer zweiten Person in Anspruch.

Zecken entfernen mit den Fingern

Wenn Sie sich nicht ekeln, können Sie durchaus auch Ihre Finger verwenden, um die Zecke zu entfernen. Vor allem wenn keine anderen Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ist dies oft die einzig sinnvolle Lösung, denn wie erwähnt, sollte die Zecke möglichst schnell entfernt werden.

Allerdings ist beim Entfernen mit den Fingern große Sorgfalt geboten, damit Sie die Zecke nicht zerquetschen.

Legen Sie den Daumen der einen Hand und den Zeigefinger der anderen Hand so neben der Zecke an, dass die Unterseite der Fingernägel nach oben zeigt. Greifen Sie nun unter die Zecke und ziehen Sie sie langsam und senkrecht nach oben heraus.

Waschen Sie sich nach der Entsorgung der Zecke gründlich die Hände.

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Wespennest selbst entfernen

So entfernst du ein WespennestWespen können zu wahren Plagegeistern werden und sie können sich vor allem für Allergiker und für kleine Kinder als gefährlich erweisen. Wenn Sie in Ihrem Haus oder auf Ihrem Grundstück ein Wespennest finden, sollten Sie also überlegen, wie Sie am besten handeln können, denn Wespen dürfen nicht einfach so beseitigt werden. Dies ist tatsächlich gesetzlich geregelt.

Es muss eine deutliche Gefahrenlage bestehen, damit Sie die Genehmigung zur Beseitigung eines Wespennestes erhalten.

Was Sie diesbezüglich beachten müssen und wie Sie das Wespennest beseitigen, lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

Die beliebtesten Nistplätze der Wespen

Wespen siedeln sich besonders häufig unter dem Dach an. Dies gilt nicht nur für Hausdächer, sondern beispielsweise auch für Dächer von Gartenbrunnen, Gartenhäusern oder Hollywoodschaukeln. Ebenso lassen sie sich gern in Schuppen, Ställen, Spalten im Mauerwerk oder in Rollladenkästen nieder.

Alle diese Orte sollten Sie daher ab dem Frühjahr unbedingt im Auge behalten, denn Wespennester können gigantische Ausmaße annehmen.

 

Was sagt die Gesetzeslage?

Wespen stehen unter Naturschutz und dürfen deshalb keinesfalls einfach beseitigt werden. Der Grund liegt darin, dass sie vom Aussterben bedroht sind und dass durch den Naturschutz ein gewisser Bestand erhalten werden soll.

Ehe Sie sich ans Werk machen, um ein Wespennest zu beseitigen, müssen Sie folglich eine offizielle Genehmigung einholen. Diese muss erst in schriftlicher Form vorliegen, ehe Sie zur Tat schreiten können. Andernfalls kann es sein, dass Sie mit einer hohen Geldstrafe rechnen müssen, wenn Sie bei der Beseitigung des Wespennestes oder beim Töten der Wepsen erwischt werden.

Wenden Sie sich an das für Sie zuständige Ordnungsamt oder an die Untere Naturschutzbehörde. Dort schildern Sie den Fall, stellen einen offiziellen Antrag und geben an, welche Gefahr von den Wespen ausgeht. Vor allem, wenn kleine Kinder oder ältere Menschen im Haus leben und ganz besonders dann, wenn einer der Hausbewohner allergisch auf Wespenstiche reagiert, ist eine Grundlage für die Beseitigung gegeben, sofern diese von der Behörde genehmigt wird. Sie erhöhen Ihre Chancen, indem Sie gleich ein ärztlichen Beleg über die bestehende Allergie einreichen.

Schützen Sie sich bei der Beseitigung der Wespen

Wurde Ihrem Antrag entsprochen, steht es Ihnen frei, die Wespen selbst zu beseitigen oder hierfür einen Experten zu engagieren. Wenn Sie selbst Allergiker sind, sollten Sie natürlich niemals selbst ein Wespennest entfernen. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie allergisch reagieren, lassen Sie unbedingt die Finger hiervon.

Da ein Experte jedoch hohe Kosten in Rechnung stellt, möchten viele Eigenheimbesitzer lieber selbst zur Tat schreiten. Doch hierfür ist eine passende Schutzausrüstung Pflicht, denn Wespen können, wenn sie sich bedroht fühlen, extreme Stiche verursachen. Hinzu kommt, dass, sobald eine Wespe alarmiert ist, auch alle anderen Wespen des Volkes in Habachtstellung sind und Sie ggf. angreifen. Dies kann sehr gefährlich werden, auch wenn Wespen von Natur aus nicht kampfeslustig sind. Sobald sie sich bedroht fühlen, kann es richtig schlimm für Sie werden. Reagieren Sie nicht allergisch, können die Stiche dennoch sehr unangenehm sein und stark anschwellen.

Es lohnt sich, zunächst ein Angebot eines Experten einzuholen, denn teilweise liegen die Kosten für die Anschaffung der Schutzausrüstung höher als die Kosten, die Sie für die professionelle Beseitigung einplanen müssten.

Zur Schutzausrüstung gehören neben stabilen Handschuhen, die stichsicher sind und lange Arme haben auch Gummistiefel, ein dicker Jogginganzug (ebenfalls stichsicher, aber mit einer guten Bewegungsfreiheit) sowie ein Ganzkörper-Schutzanzug. Den Schutzanzug ziehen Sie über den Jogginganzug. Achten Sie darauf, dass sowohl die Stiefel als auch die Handschuhe keine Öffnungen bieten, in die die Wespen hineinkriechen könnten. Sie benötigen des Weiteren einen Helm, der am besten mit einem Schutznetz ausgestattet ist. Das Netz und der Helm müssen fest mit dem Schutzanzug verbunden sein. Auch hier dürfen keinerlei Schlupflöcher für die Wespen bestehen.

Den Einsatz vorbereiten

Sie wissen jetzt, wie gefährlich die Beseitigung eines Wespennestes sein kann. Deshalb sollten Sie diesen Einsatz genau planen und niemals übers Knie brechen.

Wenn möglich, beseitigen Sie das Nest in der Nacht, denn die Wespen sind dann kaum aktiv. Versuchen Sie jedoch, das Nest möglichst bei totaler Dunkelheit zu entfernen. Verwenden Sie kein Licht!

Tipp:

Warten Sie nicht erst ab, bis das Nest groß ist. In der Zeit von April bis Juni bauen die Wespen noch daran. Deshalb ist diese Zeit die beste, um das Nest zu beseitigen.

Abgesehen davon sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, wohin Sie ausweichen können, wenn die Wespen Sie angreifen.

Ein leeres Wespennest entsorgen

Wenn die Wespen das Nest bereits verlassen haben, gestaltet sich die Entsorgung des Nestes recht einfach, denn es lauern kaum Gefahren. Dennoch sollten Sie unbedingt Schutzbekleidung tragen.

Gehen Sie bei der Beseitigung des leeren Wespennestes folgendermaßen vor:

  1. Entfernen Sie das Nest in den Wintermonaten.
  2. Nehmen Sie einen Hammer zur Hand und trennen Sie damit das Nest vom Untergrund, sodass es herunterfallen kann.
  3. Sie können es auf dem Biomüll entsorgen, wenn Sie bei der Beseitigung ohne die chemische Keule gearbeitet haben. Andernfalls entsorgen Sie es im Hausmüll.
  4. Nehmen Sie danach Desinfektionsmittel und einen Lappen zur Hand und reinigen Sie den Ort, an dem das Nest zuvor hing. Dies verhindert, dass sich die Wepsen im kommenden Sommer erneut ansiedeln.

Wespennest entfernen

Besiedeltes Wespennest entfernen

Wenn sich das Wespennest im Freien befindet und keine Möglichkeit der Umsiedlung besteht – beispielsweise weil das Nest fest mit dem Mauerwerk verbunden ist und nicht problemlos ohne eine Zerstörung entfernt werden kann – werden Sie wohl oder übel zur chemischen Keule greifen müssen. Sie sollten hierfür Wespenschaum verwenden. Ein einfaches Insektenspray reicht nicht aus.

Schützen Sie sich und alle Menschen und Tiere, die sich in der Umgebung aufhalten, mit einer Atemmaske, denn der Wespenschaum ist sehr gefährlich und schädlich. Er darf keinesfalls eingeatmet werden.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Richten Sie in voller Schutzbekleidung den Wespenschaum auf das Nest, und zwar aus einer Entfernung von mindestens drei Metern. Sprühen Sie das Nest so lange mit dem Schaum ein, bis es vollständig – also von allen erreichbaren Seiten – mit dem Schaum umhüllt ist.
  2. Warten Sie nun mehrere Stunden, am besten über Nacht, ab. Diese Zeit ist notwendig, damit der Schaum seine volle Wirkung entfalten kann.
  3. Kochen Sie Wasser auf und füllen Sie dieses in einen robusten Eimer.
  4. Bevor Sie die weiteren Schritte durchführen, sollten Sie lauschen, ob sich im Nest noch etwas regt. Danach legen Sie ein Insektennetz – kann auch einfache Fenstergaze sein – um und entfernen das Netz.
  5. Legen Sie das Netz in das heiße Wasser, sodass es zerstört wird.
  6. Auch in diesem Fall sollten Sie den Untergrund gründlich desinfizieren, damit sich die Wespen nicht erneut ansiedeln.
  7. Sie können das Nest nun im Hausmüll oder im Sondermüll entsorgen. Aufgrund der Tatsache, dass Sie Chemie eingesetzt haben, entsorgen Sie es nicht auf dem Biomüll oder auf dem Kompost.

Wespen umsiedeln

Wenn sich das Nest an einer Stelle befindet, von der es relativ problemlos entfernt werden kann, ist eine Umsiedlung der Insekten zu deren Artenschutz natürlich die beste Möglichkeit.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Ziehen Sie die gesamte Schutzbekleidung an.
  2. Nehmen Sie Bauschaum zur Hand und drücken Sie diesen in das Eingangsloch, und zwar so lange, bis die Wespen keinerlei Möglichkeit zum Herein- oder Herausfliegen mehr haben. Der Bauschaum ist für die Wespen nicht gefährlich.
  3. Legen Sie ein Insektennetz um das Nest, sodass dieses vollständig umhüllt ist.
  4. Trennen Sie das Nest ab und fangen Sie es in einem Beutel auf, der luftdurchlässig ist.
  5. Bringen Sie das Nest nun zu seinem neuen Standort. Dieser sollte mindestens fünf Kilometer entfernt liegen und sich am besten an einem Platz befinden, der für die Wespen ideal geeignet ist. Er sollte windgeschützt sein und sowohl Sonne als auch Schatten spenden.
  6. Nehmen Sie das Nest aus dem Sack und entfernen Sie das Netz. Behalten Sie bis zum Schluss die Schutzbekleidung an. Dies dient Ihrer eigenen Sicherheit.
  7. Die Wespen werden den Bauschaum emsig selbst entfernen und sind bald wieder in Freiheit an ihrem neuen Wohnort.