Laufgatter für Japanische Legewachteln
Legewachteln sind die perfekte Alternative für alle, denen Hühner schon zu groß sind: Bereits 2 m² Grundfläche genügen für die Haltung von 6 bis 8 Wachteln. Diese legen in der Hobbyhaltung rund 200 Eier im Jahr – da geht ordentlich Futter durch. Wer nicht ständig reine machen will, baut ein Laufgatter für Japanische Legewachteln, welches sich ohne Boden auf der Rasenfläche verrücken lässt.
Was muss das Laufgatter können?
- es darf nicht zu schwer, also nicht zu groß werden
- der untere Rahmen muss gelegentlicher Nässe gut standhalten
- wer an die Wachteleier möchte, muss in das Laufgatter gelangen
- Beutegreifer müssen draußen bleiben
- die Legewachteln benötigen eine geschützte Stelle
- alles muss sich leicht mit einfachen Werkzeugen bauen lassen






Wie beginnen wir die Arbeiten?
Schicker sieht es aus, wenn die Seiten nach oben etwas schräg zulaufen. Es wird also ein Rahmen für den Boden und ein schmalerer für die Decke gebaut. Der Rahmen für den Boden kann aus Lärche (günstiger) oder Eiche bestehen, 4 x 4 cm Konstrunktionsleisten bieten sich an. Beide Hölzer gelten als nässebeständig. Für die nicht aufliegenden Hölzer wäre Kiefer geeignet und günstiger. Fichte ginge auch, sie ist aber nicht so beständig gegen gelegentliche Feuchtigkeit.
Die Seitenstreben müssen an den Enden im passenden Winkel schräg sein, damit sie auf dem Bodenrahmen stehen. Sie können seitlich oder unterhalb des Deckenrahmens anliegen. Vorher werden jedoch vom Deckenrahmen von den Ecken zum Bodenrahmen vier Hölzer eingebaut, die alles stabilisieren. Außerdem bildet ein Kopfende damit den Türrahmen für die Einbautür. Diese wird wieder aus einem Holzrahmen montiert und soll eine Strebe zur Stabilisierung haben.
Ganz wichtig: Die Abstände der seitlichen Senkrechten müssen exakt so breit auseinanderliegen, wie die Drahtrolle breit ist. Der punktgeschweißte und feuerverzinkte Draht soll eine Lochgröße von nicht größer als 12 zu 12 mm aufweisen, die Drahtstärke soll bei mindestens einem mm liegen. Das hält die klassischen Beutegreifer sicher fern.
Wenn die Breite des Laufgatters beispielsweise bei 1,60 m liegt und die Länge bei 2,60 m, dann bleiben längs 60 cm über. Diese werden zum Kopfende und zu den Seiten mit einer 6 mm starken beständigen Siebdruckplatte verbaut. Nach oben soll die Siebdruckplatte ruhig noch ein Stück länger sein. Das gibt Schutz vor Wetter und Sonne.
Die Seitenteile können als Erstes mit dem Schutzdraht bespannt werden. Dieser kann mit verzinkten Drahtschlaufen oder mit Schrauben und Unterlegscheiben fixiert werden. Erst dann kommen die Siebdruckplatten darauf, die den Draht überlappen dürfen.
Zum anderen Kopfende wird die Tür mit wetterbeständigen Scharnieren angebracht. Gegenüberliegend wird noch ein Riegel benötigt, schon schließt sie sicher. Wer noch Magneten für Kühlschränke anbringt, kann die Tür hinter sich zuziehen.
Die Höhe des Laufgatters muss hoch genug sein, um noch geduckt hineinzugelangen. Alternativ kann diese Tür wegbleiben, um das Gebilde insgesamt niedriger zu bauen. Zum Einsammeln der Eier wird die Klappe nach oben geöffnet. ABER Wachteln heben aus dem Stand ab und sind weg. Der Windschutz müsste dann eine Kiste sein, die sich schließen lässt. Diese Kiste soll noch Öffnungen für die Arme haben, um die Eier in dieser einsammeln zu können. Besser ist es, eine Tür zu einem Ende zu haben, die sich zuziehen lässt.
Letztendlich soll ein Laufgatter für Wachteln mit zwei bis vier m² Grundfläche entstehen, das für 6 bis 12 Wachteln Platz bietet. Dieses ist zu allen Seiten mit Siebdruckplatten oder Marderdraht geschützt. Das Gebilde muss noch leicht genug sein, um es vorsichtig auf dem Rasen ziehen zu können. Schon haben die Legewachteln eine frische Stelle. Man selber braucht nur Futter und Wasser zu geben, das Ausmisten entfällt jedoch.
Tipps für das Wachtel-Laufgatter
Die Längshölzer des Bodenrahmens können etwas länger sein und zu den vorderen Enden abgerundet werden. Wenn sie anstelle von 4 x 4 mit 4 x 5 cm kalkuliert werden, liegt das Gewicht auf ihnen. Das Wachtelgatter lässt sich wie ein Schlitten ziehen. Die andere Möglichkeit wäre, die Kufen zu den Seiten zu planen und mit zwei Personen zu den Kopfenden zu arbeiten.
Nach Westen ist die Wetterseite. Schneidiger Regenwind kommt meistens aus dem Westen. Deswegen kann die geschlossene Seite nach Westen weisen.
Wenn die geschlossene Seite nach oben noch eine kleine Luftöffnung hat, kann sich im Hochsommer die Hitze nicht stauen. Die dunklen Siebdruckplatten heizen sich immerhin auf.
Für unebene Rasenflächen sind kleinere Laufgatter die besseren. Auf die Länge können die Unebenheiten sonst zum Aus- oder auch Einbruch einladen. Für verschiedene Beutegreifer genügen kleinste Spalten, andere graben sich den Weg frei. Liegt alles eben auf, ist die Gefahr am geringsten.
Wer nicht täglich in das Wachtelgatter steigen möchte, kann es auch alle paar Tage machen – die Wachteleier werden sich schon ein paar Tage halten, solange sie nicht in der prallen Sommersonne liegen. Deswegen lohnt es sich, Wachtelhäuser für die Eiablage in den Schutzbereich zu stellen. Außerdem benötigen Wachteln für die artgerechte Haltung auch ein Sandbad.
Zur Information:
Dieses Wachtelgatter ist eher die Unterbringung für Frühjahr bis Herbst – für den Winter müsste der Schutzbereich länger sein sowie ein Bereich mit Einstreu die Kälte abhält. Besser ist es, die Wachteln im Winter in einem Nebengebäude unterzubringen.

